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Wie erkenne ich geerdete Steckdosen?

Der Hinweis “Nur an an geerdete Steckdose anschließen” lässt sich in unzähligen Bedienungsanleitungen diverser Elektrogeräte nachlesen und ist ein wichtiges Kriterium, wenn es um den Garantieanspruch geht. Doch was bedeutet das überhaupt und wieso ist es so wichtig, dass eine Stromleitung geerdet ist? Dieser Artikel geht diesen Fragen auf den Grund und erklärt Ihnen, wie Sie eine geerdete Steckdose erkennen.

Warum haben Steckdosen eine Erdung?
Eine geerdete Leitung wird auch Schutzleitung genannt und dient der Absicherung eines Menschen vor einem Stromschlag, der beispielsweise durch einen internen Defekt im Gerät verursacht werden könnte. Dabei wird ein Leiter mit dem elektronischen Potential der Erde verbunden. Die Schutzleitung entspricht also einer Form der Masseverbindung. Auf diese Weise können überschüssige Elektronen immer direkt zur Erde fließen, ohne dabei einen Mensch zu benutzen. Durch den entsprechenden Hinweis kann sich ein Hersteller vor Schadensersatzforderungen aufgrund von Stromschlägen und Bränden absichern. Des Weiteren spielt der ordnungsgemäße Anschluss auch im Garantiefall eine Rolle, denn bei Betrieb an nicht geerdeten Steckdosen kann die Garantieleistung entfallen. Aus diesem Grund sowie zum Schutz der eigenen Gesundheit sollte dieser Sicherheitshinweis stets beachtet werden.

Woran ist eine geerdete Steckdose zu erkennen?
Die Erkenntnis, ob eine Steckdose geerdet ist oder nicht, lässt sich schrittweise erarbeiten. Allerdings sollten die Arbeitsschritte nur von erfahrenen Menschen und mit äußerster Vorsicht durchgeführt werden. Wer eine absolute Sicherheit haben will, sollte sich an einen fachkundigen Elektriker wenden. Prinzipiell ist eine runde Steckdose, die neben den Löchern zusätzlich zwei Metallkontakte aufweist, ein erstes Indiz für eine Erdung. Diese Kontakte werden auch “Schutzkontakte” genannt. Doch nur weil die Kontakte vorhanden sind, müssen sie noch lange nicht korrekt angeschlossen sein. Ob die Schutzleistung richtig angeschlossen ist, lässt sich nur durch das Abnehmen der Steckdosenabdeckung feststellen. Das Entfernen der Abdeckung sollte ausschließlich im spannungsfreien Zustand bzw. bei rausgenommener Sicherung passieren, ansonsten herrscht Lebensgefahr. Der Schutzleiter ist in der Regel ein grün-gelbes Kabel, das in der Mitte der Steckdose angeschlossen ist. Auch wenn die Erdung korrekt angeschlossen ist, heißt das noch nicht, dass sie auch einwandfrei funktioniert. Ein Kabelbruch innerhalb der Leitung kann beispielsweise für einen Funktionsausfall der geerdeten Leitung sorgen. Um diesen Fall auszuschließen kommen spezielle Messgeräte zum Einsatz, die in der Regel nur von einem Elektriker bedient werden können. Die Preise für das Prüfen einer Steckdose halten sich üblicherweise in Grenzen. Mieter können sich bei Unklarheiten direkt an den Vermieter wenden.

Geerdete Steckdosen erkennen im Überblick
Eine Erdung schützt vor Personen- und Sachschäden und ist auch für den Garantieanspruch relevant. Über das Vorhandensein von Schutzkontakten und dem Anschluss eines Schutzleiters lässt sich erkennen ob eine Steckdose geerdet ist. Absolute Sicherheit liefert jedoch nur die Messung eines Elektrikers.

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